Chief Digital Officer – Nervender Störenfried?

Berufsbild CDO (Chief Digital Officer)

Chief Digital Officers sind oberste Ansprechpersonen in einem Unternehmen für alle Fragen der Digitalisierung und vernetzen die digitale Transformation des Unternehmens mit den marktorientierten Aktivitäten.

Sie schaffen die Voraussetzung dafür, dass Digitalisierungen einzelner Bereiche immer in Berücksichtigung des Gesamtsystems vorgenommen und abgestimmt sind.

CDO’s haben die Aufgabe, traditionell-analoge Geschäftsmodelle in digitale oder Multi-Channel-Modelle zu überführen. Sie verantworten die Entwicklung des Unternehmens in Bereichen, die sich besonders schnell verändern, wie mobile Anwendungen, Social Media und internetbasiertes Marketing.

Mein persönliches Verständnis kurz und prägnant. Echte digitale Transformation bringt grundlegende Veränderungen für das Unternehmen und die Führungsebene. Sie muss sich bewusst werden, wie sich Welt, Konsumenten und ihre Wertschöpfungskette verändern und die richtigen Schritte einleiten.

Der CDO stellt sozusagen das Bindeglied – die Brücke – zwischen Business und IT dar.

Nervender Störenfried

Technologiewissen allein genügt für diesen Job nicht. Es reiche nicht, wenn Chief Digital Officers sich alleine gut in ihrem Fachgebiet auskennen. CDO’s müssen starke Change Manager, Strategieentwickler, Umsetzer und Storyteller sein. Sie müssen den Kollegen den Weg aufzeigen, den das Unternehmen gehen wird und ihn vorleben.

Auch als Integrator und Impulsgeber arbeitet der Chief Digital Officer, weil er verschiedenste Bereiche verzahnt und die Menschen dazu motiviert, über ihren eigenen Tellerrand hinauszudenken.

Der Chief Digital Officer hat das Recht und auch die Pflicht, sich jeden Unternehmensprozess anzusehen und zu überlegen, wie man ihn verbessern könnte. Ein CDO wird oft als „Störenfried, der überall reingucken will und damit kolossal nervt, wahrgenommen. Eine interessante Aufgabe welche nicht immer beneidenswert ist.

Als Unternehmen muss man sich dies gut überlegen, jemanden an Board zu holen, der alles auf den Kopf stellt. Realistisch betrachtet kann man sich dem Thema jedoch nicht verschliessen, da es kaum eine Branche gibt, welche durch die Digitalisierung nicht nachhaltig verändert wird.

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Why I’m doing a postgraduate study for Chief Digital Officer at SIB Zurich?

Say Goodbye To Knowledge Workers And Welcome To Learning Workers

Primarily because the global digitization will have a bigger impact on our future than the Industrial Revolution at the end of the 18th and beginning of the 19th century.

Secondly, because a fundamental shift has taken place, how to learn and how to build know-how.

SIB

Dipl. Chief Digital Officer NDS HF

Read the article of Jacob Morgan below and let me know what you are thinking about.

In today’s workplace environment, does it matter what you know or how you know it? It turns out how we value workers is changing, and the emphasis now is on learning and adapting instead of coming into a job with the skills required to do everything.

In the old system of working, you were often categorized as a “knowledge worker” if you dealt with knowledge and information, which applied to most everyone working in an office. That meant workers basically fell into two categories: knowledge workers (in offices) and manual workers (in factories).

The idea of knowledge workers stemmed from the old-fashioned practice of getting knowledge from an apprenticeship. If you wanted to be a bookkeeper, you needed to apprentice with a bookkeeper; if you wanted to be a manager, you needed to apprentice with a manager. What gave people the power to be knowledge workers was the specific knowledge they gained from their apprenticeships. That practice has taken modern shifts through college learning and internships, with people gaining the specific skills they need in professional, university, and vocational training that translates directly to the workplace

But there’s one major difference in today’s modern workplace—we can instantly learn anything, anywhere. All it takes is a smartphone. Knowledge used to be a commodity that only a few people had and that was passed down through specific channels. Today, knowledge on just about anything is available on the Internet. Want to know how to change the oil in your car, organize your office in an efficient way, or learn a new computer program? It’s all available through social media, YouTube, Google, and many other outlets. These days, instead of being an apprentice and working your way up the company, all you need to be the smartest person in the room is a smartphone.

This new movement is the age of the “learning workers.” Yes, these people largely have college degrees and advanced training, but what sets them apart is their knowledge of how to learn. Instead of having a set of specific skills, learning workers have the skills to learn as they go, adapt, and apply their learning to new situations and issues. While an old-fashioned bookkeeper may have entered the workforce with knowledge passed down from a predecessor of how to work the systems, today’s accountants and bookkeepers are taught to think for themselves and apply the principles they learned to a variety of situations, continuing to adapt and learn as they go.

A learning worker is far more valuable to an organization because he or she can adapt with a changing workplace environment. While having specific skills about certain industries or technologies may have worked hundreds or even tens of years ago, these days technology is changing at too rapid a pace to be pigeon-holed by only knowing how to use certain programs or systems.

Alongside the growth of learning workers comes the growth of learning organizations. These organizations are led by learning workers who adapt and evolve as the industry changes. Instead of having a stiff business plan and set of processes, learning organizations value collaboration and innovation. As the future of work continues to take shape, learning organizations are the ones that will be leading the pack.

Transitioning from a knowledge worker to a learning worker can be difficult, especially because our working society has ingrained a certain process in us for so long. But as a new generation of workers enters the office and brings with them fresh perspectives and a thirst for knowledge and growth, their learning worker drive can change the face of the workplace.

What do you think of learning workers? How could you be a learning worker in your environment?

Source: Jacob Morgan

CDO Wissen – Big Data & Analytics

Chief Digital Officer verstehen den Begriff «Big Data» und finden Wege und Mittel, die Datenmengen zu analysieren und sinnvoll zu nutzen.

Chief Digital Officer müssen in der Lage sein:

  • die Digitalisierung in Unternehmen auf der Basis von Daten und Analysen voranzutreiben
  • die grundlegenden Konzepte hinter dem Schlagwort «Big Data» zu verstehen und deren Potenzial für das eigene Unternehmen einzuschätzen
  • die für die Digitalisierung relevanten Fragen zu formulieren und durch Data Scientists analysieren zu lassen
  • die Analyse-Resultate von Spezialisten zu interpretieren, zu validieren und daraus die richtigen Schlüsse und Aktionen abzuleiten

Meine SIB – CDO NDS HF – Studium / Mündliche Prüfung «Projekt- und Change-Management»

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CDO Wissen – Digitalisierung und Recht

Die Digitalisierung der Wirtschaft stellt besondere Herausforderungen an das Rechtssystem.

  • Was bedeutet es für ein Unternehmen, wenn die Daten nicht im eigenen Land gespeichert werden?
  • Wie ist die IT-Sicherheit, der Datenschutz geregelt?
  • Wie ist die Haftungsfrage zu beantworten?
  • Welche Massnahmen sind präventiv zu ergreifen?

Als Mitglied in der Unternehmensführung sind Chief Digital Officer in der Lage, diese Fragen zu erkennen und schlüssige Antworten zu finden.

Chief Digital Officer müssen in der Lage sein:

  • die rechtlichen Fragen, die sich aus der Digitalisierung der Wirtschaft ergeben, zu erkennen und sinnvolle Massnahmen zu ergreifen, um das eigene Unternehmen bezüglich IT- Datenschutz und Haftung richtig aufzustellen; die Haftung für digitale Risiken mit vertraglichen und anderen rechtlichen Mitteln zu beschränken
  • die Identität und Reputation von Unternehmen im digitalen Raum zu stärken und zu verteidigen
  • die rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen um das geistige Eigentum im Unternehmen zu sichern und die Online-Aktivitäten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in die gewünschten Bahnen zu lenken
  • die Bearbeitung von Personendaten in der Schweiz und im Ausland in Übereinstimmung mit dem heutigen und künftigen Datenschutzrecht in der Schweiz und in der Europäischen Union (EU) mit der notwendigen Datensicherheit zu gewährleisten.

Meine SIB – CDO NDS HF – Studium / Recht & Big Data Prüfungsarbeit

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CDO Wissen – Customer / User Experience und Customer Journey

Kundenerfahrungsmanagement gehört zu den wichtigsten Aufgaben heutiger Unternehmen.

Mit positiven Kundenerfahrungen wird die emotionale Bindung zwischen Kunden, Produkten und eigenem Unternehmen erreicht. Ziel ist die «aktive Vollreferenz», d.h. eine hohe Wiedernutzungs- und Wiederempfehlungsrate.

Chief Digital Officer müssen in der Lage sein:

  • die grundlegenden Konzepte und Prinzipien der kundenorientierten Entwicklung anzuwenden
  • Nutzungsanforderungen zu erheben und greifbar zu beschreiben (Personas)
  • ein Verständnis des Kundenlebenszyklus und Customer Journeys der eigenen Kunden zu erhalten
  • Customer Experience als zentrales Managementframework strategisch anzuwenden
  • eine strategische Kunden-Segmentierung in der eigenen Praxis erfolgreich vorzunehmen
  • ein mit den Unternehmenszielen, Brand und Kundenanforderungen im Einklang stehendes Zielkundenerlebnis herzuleiten
  • das Kundenerlebnis via direkte und indirekte Kontaktpunkte bewusst zu gestalten um dank positiven Kundenerfahrungen eine emotionale Bindung zu erreichen
  • interne Prozesse so zu strukturieren, dass das gewünschte Erlebnis auch geschaffen wird
  • das Kundenerfahrungsmanagement des eigenen Betriebes zu analysieren und eine gesteigerte Kundenorientierung im Unternehmen zu verankern.

Meine SIB – CDO NDS HF – Studium / Customer / User Experience Management (CEM) Prüfungsarbeit – Trends & Technologien

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CDO Wissen – Business & Technologien

Das betriebliche Umfeld verändert sich laufend, die Unternehmen sind gefordert, sich stetig neu zu erfinden.

Die globale Verfügbarkeit von Wissen, Dienstleistungen und Waren hat die Märkte durcheinandergewirbelt. Die Konkurrenz kann nun auch auf der anderen Hälfte des Globus sein.

Die Digitalisierung läutet einen weiteren Entwicklungsschritt ein. Prozesse müssen überprüft, neu definiert und automatisiert werden, Personalkosten werden reduziert.

Chief Digital Officer müssen in der Lage sein, neue Trends und Technologien proaktiv zu erkennen und ihr Unternehmen optimal darauf ausrichten.

Chief Digital Officer müssen in der Lage sein:

  • neue und disruptive (gesellschaftliche und technologische) Entwicklungen zu erkennen und abzuschätzen, ob sie einen Einfluss auf den eigenen Markt haben werden
  • bestehende Geschäftsmodelle durch zeitgemässe Digitalisierungsansätze zu optimieren und gegebenenfalls neue Geschäftspotenziale mit der Digitalisierung zu erschliessen
  • Digitalisierungsansätze und –Modelle zu kennen und können diese im Unternehmen umsetzen
  • Trendanalysten und deren Trendforschungs- und -analyse-Methoden zu kennen
  • die IBM-Trends, die IBM-5in5-Trends und die Gartner Trends im ET (Emerging Technologies) Hype Cycle zu kennen
  • Nutzenpotenziale proaktiv erkannter Trends auf ein Unternehmen zu erkennen
  • die kritischen Erfolgsfaktoren für ein Unternehmen im Umgang mit Trends zu kennen, um damit den grösstmöglichen Nutzen zu erzielen
  • Technologische Entwicklungen und das S-Kurvenmodell darzustellen
  • Substitutionstechnologien und Methoden zur proaktiven Früherkennung von Technologiebrüchen und technologischen Disruptoren zu kennen
  • Trendforschung, Methoden und Analysten zu kennen
  • Prognosen erstellen zu können
  • eine Validierung anhand von Vorjahres- und Vorvorjahresvergleichen zu erstellen
  • die Integration disruptiver Technologieentwicklungen in einem Unternehmen herzustellen.

Meine SIB – CDO NDS HF – Studium / Mündliche Prüfung «Projekt- und Change-Management»

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Was ist ein Chief Digital Officer?

Berufsbild CDO (Chief Digital Officer)

Chief Digital Officers sind oberste Ansprechpersonen in einem Unternehmen für alle Fragen der Digitalisierung und vernetzen die digitale Transformation des Unternehmens mit den marktorientierten Aktivitäten.

Sie schaffen die Voraussetzung dafür, dass Digitalisierungen einzelner Bereiche immer in Berücksichtigung des Gesamtsystems vorgenommen und abgestimmt sind.

CDO’s haben die Aufgabe, traditionell-analoge Geschäftsmodelle in digitale oder Multi-Channel-Modelle zu überführen. Sie verantworten die Entwicklung des Unternehmens in Bereichen, die sich besonders schnell verändern, wie mobile Anwendungen, Social Media und internetbasiertes Marketing.

Mein persönliches Verständnis kurz und prägnant. Echte digitale Transformation bringt grundlegende Veränderungen für das Unternehmen und die Führungsebene. Sie muss sich bewusst werden, wie sich Welt, Konsumenten und ihre Wertschöpfungskette verändern und die richtigen Schritte einleiten.

Der CDO stellt sozusagen das Bindeglied – die Brücke – zwischen Business und IT dar.

Nervender Störenfried

Technologiewissen allein genügt für diesen Job nicht. Es reiche nicht, wenn Chief Digital Officers sich alleine gut in ihrem Fachgebiet auskennen. CDO’s müssen starke Change Manager, Strategieentwickler, Umsetzer und Storyteller sein. Sie müssen den Kollegen den Weg aufzeigen, den das Unternehmen gehen wird und ihn vorleben.

Auch als Integrator und Impulsgeber arbeitet der Chief Digital Officer, weil er verschiedenste Bereiche verzahnt und die Menschen dazu motiviert, über ihren eigenen Tellerrand hinauszudenken.

Der Chief Digital Officer hat das Recht und auch die Pflicht, sich jeden Unternehmensprozess anzusehen und zu überlegen, wie man ihn verbessern könnte. Ein CDO wird oft als „Störenfried, der überall reingucken will und damit kolossal nervt, wahrgenommen. Eine interessante Aufgabe welche nicht immer beneidenswert ist.

Als Unternehmen muss man sich dies gut überlegen, jemanden an Board zu holen, der alles auf den Kopf stellt. Realistisch betrachtet kann man sich dem Thema jedoch nicht verschliessen, da es kaum eine Branche gibt, welche durch die Digitalisierung nicht nachhaltig verändert wird.

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Pioniere vernetzt: CDO Club und SIB

Das Schweizer Chapter des weltweit tätigen «CDO Club» (Chief Digital Officer Club) und das SIB Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie werden Kooperationspartner

Noch vor wenigen Jahren unbekannt, braucht mittlerweile jedes Unternehmen einen Chief Digital Officer. In kurzer Zeit hat sich das Berufsbild des CDO in der Praxis gebildet und wurde zunehmend geschärft.

Mittlerweile gehören Stelleninserate für CDO zum Alltag. Auch auf der institutionellen Ebene wurden Schritte unternommen. So erfolgte die Gründung des Schweizer Chapter des weltweit tätigen Chief Digital Officer Club (CDO Club) anfangs 2018.

Der CDO Club mit Sitz in New York ist die weltweit erste, grösste und einflussreichste Gemeinschaft von digitalen C-Level Führungskräften. Als erstes Institut lancierte das SIB vor einem Jahr die schweizweit einzigartige Ausbildung zum Dipl. Chief Digital Officer NDS HF. Im September 2018 startete bereits die dritte Durchführung des berufsbegleitenden Nachdiplomstudiums.

Die per 15. September 2018 wirksame Kooperation hat zum Ziel, sich gegenseitig zu unterstützen und damit das Berufsbild des CDO nachhaltig zu verankern und zu stärken.

Über das SIB

Das SIB ist die grösste Höhere Fachschule für Wirtschaft der Schweiz und führt im Nachdiplomstudienbereich bereits 10 Studiengänge erfolgreich durch, zum Teil seit über 30 Jahren.

Alle Nachdiplomstudiengänge werden vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation geprüft und eidgenössisch akkreditiert.

SIB

Dipl. Chief Digital Officer NDS HF

Über den CDO Club Switzerland

Das Schweizer Chapter wird von Maurice Nyffeler (Präsident) sowie von Mathias Gläser und Ueli Weber (Vizepräsidenten) geleitet. Ziel der grössten und einflussreichsten Gemeinschaft von digitalen Führungskräften ist der Austausch zwischen Digitalisierungsverantwortlichen, den Zugang zu Top-News rund um digitale Themen, sowie die Förderung des Netzwerks und die Organisation hochwertiger Events wie zum Beispiel die CDO Summits.

www.cdo-club.ch

Kontakt Peter Wehrli, Mitglied der Geschäftsleitung, peter.wehrli@sib.ch, 043 322 26 52 Ueli Weber, Vize-Präsident CDO Club Schweiz, ueli.weber@cdo-club.ch, 079 423 27 93

SIB – CDO NDS HF – Studium / Mündliche Prüfung «Projekt- und Change-Management»

Im Rahmen des Chief Digital Officer (CDO) Nachdiplom Studiums beim Schweizerischen Institut für Betriebsökonomie in Zürich hatten wir die Gelegenheit eine mündliche Prüfungsarbeit im Bereich Projekt- und Change Management abzulegen.

Ein Dank an dieser Stelle an die hervorragenden Dozenten Dagmar Muth, Agile Collaboration Coach, SCRUM Product Owner sowie Daniel Frei Data Kommunikationsberater, Public Releations Counselor welche mit enormen Fachwissen im Bereich des und des Change Management und unterstützt haben.

Das war eine spannende und sehr leerreiche Arbeit sowie mündliche Prüfung welche ich mit voller Punktzahl abschliessen konnte.

„Chief Digital Officers führen Unternehmen durch spezifische Phasen der digitalen Transformation.

Sie verstehen sich als Brückenbauer und das beschäftigen sich vor allem mit dem Change Management.

13 % der europäischen Unternehmen bündeln die Digitalverantwortung beim Chief Digital Officer. Der weltweite Durchschnitt liegt bei sechs Prozent.

Die Rolle eines Chief Digital Officers ist meist die eines Change Managers, der sich häufig selbst überflüssig macht.

Ein grosser Versicherungskonzern legt die Gesamtverantwortung für die digitale Transformation ab Januar kommenden Jahres mit der Benennung eines Chief Digital Officers (CDO) erstmals in die Hände eines Managers.

Damit folgt das Unternehmen dem europäischen Trend: Mit einem CDO-Anteil von 13% liegt Europa in dieser Hinsicht an der Spitze der Weltregionen, gefolgt von Nordamerika mit 7%. Global gesehen beschäftigen 6% der Unternehmen einen CDO.

Innerhalb der Versicherungsbranche sind es 8%. Firmen, die sich an Endverbraucher wenden, stellen dabei häufiger einen CDO als jene, die ihre Produkte und Dienstleistungen anderen Unternehmen anbieten.

So beschäftigen in der Branche Kommunikation, Medien und Unterhaltung 13 %, in der Nahrungsmittelbranche 11 % und in der Konsumgüterbranche 9% der Unternehmen CDOs. Das Schlusslicht bilden die Energieversorger und die Bereiche Öl & Gas sowie Metall & Bergbau, wo der Anteil der Unternehmen mit Digitalverantwortlichen bei nur 2% bzw. 1% liegt.

Das sind zentrale Ergebnisse der „2015 Chief Digital Officer“-Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC. Auf Basis der Untersuchung von 1.500 Unternehmen sowie der Financial Times Global Top 500 analysierte Strategy& Rolle, Funktion und Hintergrund von CDOs in Unternehmen weltweit sowie unterteilt nach Branchenzugehörigkeit. Zusätzlich wurden CDOs internationaler Konzerne wie Bayer, Renault, Visa und AkzoNobel interviewt.

„Chief Digital Officers führen Unternehmen durch spezifische Phasen der digitalen Transformation.

In einem bereits komplett digitalisierten Unternehmen besteht in der Regel nur geringer Bedarf in Bezug auf die speziellen Fähigkeiten eines CDO, da alle Funktionen und Unternehmenseinheiten Digitalisierung bereits täglich leben. Da aber der digitale Trend einen signifikanten Einfluss auf jedwede Industrie und deren Geschäftslogik entwickelt, muss idealerweise ein zentraler Digitalverantwortlicher die verschiedenen Phasen der digitalen Transformation sehr aktiv steuern“, fasst Olaf Acker, Leiter Digital Services Europa bei Strategy&, die Rolle des CDO zusammen.

„Interessant ist, dass ein erfolgreicher CDO sich häufig selbst überflüssig macht. Die Rolle eines Chief Digital Officers ist damit die eines Change Managers, der Wandel begleitet, das Ergebnis aber meist in einer neuen Funktion erlebt.“

Konzerne setzen auf CDO’s

Ausser durch die Branche und die jeweilige Phase im Digitalisierungsprozess scheint es stark durch die Unternehmensgrösse bedingt zu sein, ob ein CDO erforderlich ist: 9%  der Konzerne mit 100.000 bis 199.000 Mitarbeitern beschäftigen einen führenden Digitalmanager.

In kleinen Unternehmen stehen dagegen entweder nicht ausreichend personelle Ressourcen zur Verfügung oder es fehlt das Budget, um einen Topentscheider eigens für die digitale Transformation abordnen zu können.

In nur 2% der Firmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern und nur in jeweils 3% der Unternehmen mit 1.000 bis 5.000 sowie mit 5.000 bis 10.000 Angestellten gibt es einen CDO.

„Die relativ wenigen CDOs in kleineren Unternehmen verantworten deutlich grössere Bereiche als ihre Kollegen in Grossunternehmen und Konzernen. Das hängt mit der unterschiedlichen Organisationsstruktur zusammen: Grossunternehmen teilen die allumfassenden Aufgaben des CDOs häufig auf mehrere Funktionen auf.

So gibt es häufig eine Dreiteilung der CDO-Rolle mit Innovationsfokus, mit Kundenfokus und mit Effizienzfokus. Eine solche Aufteilung können sich Kleinunternehmen häufig nicht leisten“, so Acker. Allerdings zeigt die Studie sogar, dass eine umfassende Interpretation der CDO-Rolle auch Vorteile bringt – denn so wird die Kohärenz, also die Stimmigkeit des digitalen Transformationsansatzes, über alle Unternehmensbereiche sichergestellt.

Bunte Biographien

Die berufliche Vergangenheit von CDOs ist vielfältig: 34 Prozent kommen aus dem Marketing, 17 Prozent aus dem Vertrieb, 14 Prozent aus der Technologieentwicklung und 13 Prozent aus dem Consultingbereich.

Die Analyse zeigt, dass der divergierende Hintergrund zu den vielseitigen Aufgaben eines CDO passt: „Die digitale Transformation betrifft alle Prozesse eines Unternehmens, von den Produkten und dem Neugeschäft über die Kundenbeziehungen bis hin zu den betrieblichen Abläufen.

Die Arbeitsgebiete eines CDO umfassen dementsprechend viele Unternehmensbereiche: die technische Infrastruktur, die Organisationsführung, die Unternehmenskultur und auch das Change-Management“, sagt Acker. Um in diesem Zusammenhang alle Aufgaben erfüllen zu können, sind weitreichende Kompetenzen und eine exponierte Rolle in der Organisation notwendig: 42% der CDOs sind hierarchisch auf dem C-Level bzw. im Vorstand angesiedelt, 16% auf der Direktorenebene, 15% sind Vice President.

Source: Computerwelt

Berufsbild Dipl. Chief Digital Officer NDS HF

In times of change the greatest danger is to act with yesterday’s logic.

Source: Peter Drucker

Chief Digital Officers (CDO’s) sind oberste An­sprech­per­so­nen in einem Un­ter­neh­men für alle Fragen der Di­gi­ta­li­sie­rung und vernetzen die di­gi­ta­le Trans­for­ma­tion des Un­ter­neh­mens mit den markt­ori­en­tier­ten Ak­ti­vi­tä­ten.

CDO’s schaffen die Vor­aus­set­zung dafür, dass Di­gi­ta­li­sie­run­gen einzelner Bereiche immer in Be­rück­sich­ti­gung des Ge­samt­sys­tems vorgenommen und abgestimmt sind.

«Dipl. Chief Digital Officer NDS HF» haben die Aufgabe, tra­di­tio­nell-ana­loge Ge­schäfts­mo­del­le in digitale oder Multi-Channel-Modelle zu überführen.

Sie verantworten die Ent­wick­lung des Un­ter­neh­mens in Bereichen, die sich besonders schnell verändern, wie mobile Anwendungen, Social Media und in­ter­net­ba­sier­tes Marketing.